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Junioren EM 2012 Portugal / Presseberichte SN



Donnerstag, 12.07.2012


Die Junioren-EM der Kanuten startete am Donnerstag in Portugal. Mit dabei sind mit Noemi Brüschweiler und Andri Summermatter auch zwei Athleten des Kanu-Clubs Schaffhausen (KCSH) - beide hatten noch bis vor Kurzem gesundheitliche Probleme.

VON PASCAL SCHWYN

Dass Noemi Brüschweiler am Montag in den Flieger Richtung Portugal stieg, hatte für die 18-Jährige immer ausser Frage gestanden. Doch in welcher Form sie für das siebenköpfige Schweizer Juniorennationalteam agieren wird, war bis kurz vor dem Abflug nicht bekannt. Als Wettkampfteilnehmerin? Als Helferin? Als Fan? Der Ursprung dieser Fragestellung liegt etwa sechs Wochen zurück. Genau in jenem Zeitraum, als im Juni die Schweizer Meisterschaft vor dem KCSH-Clubhaus beim Salzstadel stattgefunden hatte, musste Brüschweiler passen. Sie erlitt eine Lungenentzündung und musste vier Wochen pausieren.

Doch in den letzten zwei Wochen reiste das Nationalteam mit Trainer Ingolf Beutel für zwei Wochen ins Trainingslager ins italienische Pusiano. Es waren für die beiden Schaffhauser Athleten zwei von bisher zwölf Trainingswochen in dieser Saison. Zusammen mit Coach Beutel entschied Brüschweiler, im 2er über 1000m mit Partnerin Livia Haudenschild an den Start zu gehen. Doch ihre Ambitionen musste Brüschweiler, die an der WM im Vorjahr in Brandenburg das Podest als Vierte knapp verpasst hatte, anpassen. «Mein ursprüngliches Ziel war eine Medaille, doch nach der langen Pause kann ich mein Leistungsvermögen nicht richtig einschätzen», meint Brüschweiler. Etwas pragmatischer sieht ihr Trainer den Saisonhöhepunkt für die 18-Jährige. Für die langfristige Karriere Brüschweilers sei diese Junioren- und U-23-EM in Portulal nicht so wichtig. Hingegen sei es eminent wichtig, dass sie sich wieder komplett von der Lungenentzündung erhole, argumentiert Trainer Beutel.

Herzprobleme und grosse Ziele

Auch für den zweiten Schaffhauser WM-Teilnehmer verlief die Vorbereitung auf die Wettkämpfe im portugiesischen Montemor-o-Velho nicht optimal. Andri Summermatter war eine Woche krank und litt an Herzrhythmusstörungen. «Aber jetzt fühle ich mich wieder fit», gibt der 18-Jährige Entwarnung. Summermatter wird sowohl über 500m als auch über 1000m im 1er an den Start gehen. Im letzten Jahr an der WM auf dem Beetzsee erreichte er den enttäuschenden 23. Rang, wobei betont werden muss, dass das Konkurrentenfeld bei den Männern deutlich dichter ist als bei den Frauen. Summermatter hat sich zum Ziel gesetzt, in Portugal einen guten B-Final (Plätze 10-18) zu absolvieren - und nach Möglichkeit in den A-Final vorzustossen. Als grösste Konkurrenten werden sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die traditionellen Kanusportländer Deutschland und Ungarn angesehen. Ebenfalls am Start in Montemor-o-Velho wird die dem Kanu-Club Schaffhausen entsprungene Ramona Haslebacher sein - sie startet bei den U23.

Ein finanzieller Kraftakt

Die EM in Portugal ist zwar sportlicher, aber auch finanzieller Höhepunkt der Saison. Damit Brüschweiler und Summermatter Kanusport auf Topniveau betreiben können, brauchen sie primär tolerante Arbeitgeber, um den nötigen Trainingsbetrieb sicherstellen zu können. Bei Brüschweiler, die in Kreuzlingen die Pädagogische Maturitätsschule besucht, herrscht seit Jahren ein sehr tolerantes Verhältnis. Für Summermatter, der im Spätsommer eine Lehre als Bootsfachwart antreten wird, sind diese Bedingungen noch nicht gegeben. Doch Summermatter ist zuversichtlich, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Um überhaupt in die Diskussion mit dem Arbeitgeber zu kommen, müssen die finanziellen Grundlagen geschafften sein. Eine Kanusaison kostet rund 10'000 Franken. 70 Prozent übernimmt der Club und die im letzten Jahr gegrundete Gönnervereinigung Pro Canoe. Für den Rest müssen die Athleten aufkommen. Bleibt zu hoffen, dass die Schaffhauser in Portugal nicht nur Geld ausgeben, sondern auch einnehmen - am Besten in der Form von Edelmetall.


Samstag, 14.07.2012


Schweizer Boote erreichen den Halbfinal

(pd) Zwei Schweizer Boote haben den Einzug in den A-Final über die 1000-Meter-Distanz am zweiten Wettkampftag an der Junioren- und U23-Europameisterschaft im portugiesischen Montemor-o-Velho geschafft. Auf der neu gebauten Flachwasseranlage herrschten gute und faire Wettkampfbedingungen mit mässigem Gegenwind. Der Halbfinaltag war für das Schweizer Team wie erhofft erfolgreich verlaufen, sodass für den Finaltag sogar noch Medaillenhoffnungen bestehen.

Brüschweiler musste kämpfen

Das Junioren-Boot im Frauen Kajak-Zweier mit der Schaffhauserin Noemi Brüschweiler und der Rapperswilerin Livia Haudenschild hatte es um einiges schwieriger, den Finaleinzug zu schaffen. Die vor knapp zwei Monaten an einer Lungenentzündung erkrankte Brüschweiler hat eine beträchtliche Formeinbusse erlitten und kommt nur langsam wieder auf Touren. Erfreulich ist aber, dass die beiden jungen Frauen von Tag zu Tag wieder besser in Form kommen. Sie konnten im Halbfinal zulegen, sich vom Start weg stets an der Spitze behaupten und sich am Schluss mit dem zweiten Platz klar für den Finallauf qualifizieren. Es bleibt nun zu hoffen, dass im entscheidenden Wettkampf nochmals eine notwendige Leistungssteigerung für das Erreichen eines Podestplatzes möglich wird.

Summermatters Aus im Halbfinal

Für die beiden Kajak-Einer-Fahrer Stefan Domeisen (Rapperswil, U23) und Andri Summermatter (Schaffhausen, Junior) bedeutete der Halbfinal das Aus. Auch der U23-Kajak-Zweier der Fraüen mit Nicole Rutishauser (Romanshorn) und Ramona Haslebacher (Kreuzlingen) schaffte den Finaleinzug knapp nicht und ist leider ausgeschieden.

Regatta-EM U23 in Montemor (P0R) 1000m Halbfinal Kajak-Einer Männer (1.Serie): 1. Solhaug (Norwegen) 3:51:292; (2.Serie): 1. Fabio Wyss (Schweiz) 3:49:905. 2. Rosolski (Polen) 3:52:661 - Kaiak-Zweier Frauen Halbfinal (Junioren): 1. Trklja/Polovina (Serbien) 4:10:541: 2. Noemi Brüschweiler/Livia Haudenschild (Schweiz) 4:12:103.



Sonntag, 15.07.2012


Brüschweiler/Haudenschild knapp an einer Medaille vorbei!

An der EM in Montemor-o-Velho in Portugal hatten die Schaffhauserin Noemi Brüschweiler und Partnerin Livia Haudenschild im Finale des Kajak-Zweiers Pech.

(pd) Die beiden Juniorinnen Noemi Brüschweiler und Livia Haudenschild konnten die erhoffte Leistungssteigerung im Final nicht vollumfänglich aufbringen. Der Trainingsrückstand wegen der von Noemi Brüschweiler im Vorfeld erlittenen Lungenentzündung hatte zu schwer gewogen. Trotzdem kämpften sich die beiden nach einem mässigen Start langsam nach vorn, für den notwendigen Endspurt zu einem Medaillengewinn fehlte dann aber verständlicherweise die Kraft. Dennoch darf der 5. Schlussrang aufgrund der erwähnten Vorgeschichte als schöner Erfolg bezeichnet werden.

Für die beiden Kajak-Einer-Fahrer Stefan Domeisen (Rapperswil, U23) und Andri Summermatte (Schaffhausen, Junior) bedeutete der Halbfinal das Aus. Auch der U23-Kajak-Zweier der Frauen mit Nicole Rutishausr (Romanshorn) und Ramona Haslebacher (Kreuzlingen) verpasste den Finaleinzug nur ganz knapp und schied aus.



Letzte Aktualisierung:
16.Juli.2018, 11:30 Uhr


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