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Seekajak-Kurs 2010



Ein spezielles Wochenende! 8./9. Mai 2010

Samstagmorgen 8 Uhr Bootshaus KCSH.

Es herrscht betrieb vor dem Bootshaus. Viele Kinder sind eifrig damit beschäftigt, Kajaks auf einen Anhänger zu laden und die restliche Ausrüstung in den Autos zu verstauen. Dazwischen wie irgendwie verloren ein paar Erwachsene – nein nicht die Betreuer der Kinder – sondern Erwachsene die darauf warten ihre Kajaks aus dem Bootshaus holen zu können, wenn dann endlich mal Platz ist. Dann endlich, die Kinder fahren ab, können die 10 Boote rausgeholt und auf dem Anhänger verladen werden. Nachher noch das Gepäck verstaut und auch die Erwachsenen fahren in ein super Weekend.

Eschenz, Ziel erreicht, man entlädt die Boote und trägt sie ans Ufer des Sees. Die Klubhaus-Betreuer sind am arbeiten im und ums Haus, die Saison beginnt ja endlich. Nachdem wir auch das Gepäck entladen haben, schreiten wir zur Tat. Wir machen die Boote bereit um in See zu stechen. Es gibt einige Einstellarbeiten und so Sachen wie Spritzschutzdecken, Schwimmwesten, Paddel müssen verteilt werden.

Claire unsere Begleiterin mit dem Dialekt aus Zürich West versucht im Klubboot Platz zu nehmen, aber das Boot will nicht zu ihr passen. Also entscheidet Andy dass sie sich in den C-Track setzen soll. Mit diesem Boot schliesst sie Freundschaft und die beiden haben es das ganze Weekend durch gut zusammen. Sie erzählt von dem Boot das sie letztes Jahr hatte mit dem sie nur Walzer tanzte, obwohl sie eigentlich Kajak fahren wollte.

Philipp hatte nichts einzustellen, da er sein eigenes Boot hatte. Natürlich war das ja auch bei Andy und Dora, unseren Kursleitern, der Fall. Aber auch wir anderen waren bald soweit, dass wir ein Boot ausgelesen und eingestellt hatten. Dann endlich, Philipp wartete bereits im Wasser und paddelte herum, wurde jedes Boot ins Wasser gelassen, und der Kapitän stieg ein – immer mit Hilfe von Andy der das Boot stabil hielt.

Wir paddelten nun alle etwas herum, um das Gefühl für das Kajak zu bekommen. Es war nicht immer einfach, da wir die Techniken für Kurven und zum Trimmen noch nicht kannten. Da war einer, der die Grenzen des Kajaks ausloten wollte und natürlich darüber hinaus geriet und das erste Mal die Temperatur des Sees kontrollierte. Er war nicht weit vom Ufer weg und konnte so das Einsteigen auch gleich nochmals üben. Dann hatten wir so die ersten Lektionen mit Andy und dabei hatte Ernst schon wieder das Bedürfnis, den ersten Teil der Eskimorolle zu versuchen, mit anschliessendem Wiedereinsteigen am Ufer.

Dann war es Zeit dem leiblichen Wohl Beachtung zu schenken. Die Klubhaus Betreuer hatten ein Feuer angemacht und so konnten wir uns das Mitgebrachte anbraten. Das Wetter wurde auch immer besser und die Sonne wärmte uns schon kräftig auf, niemand hätte gedacht, dass wir so schönes Wetter haben werden. Wir trugen Tisch und Bank raus auf die Wiese und bald waren wir in fröhlichen Diskussionen und schnabulierten unsere Würste vom Grill und was wir sonst noch so alles dabei hatten. Nach dem Mittagessen kam noch eine Verdauungstheorie von Andy, er erklärte noch einige Regeln der christlichen Seefahrt, die ja auch für Kajaker gelten.

Natürlich waren wir ja nicht nur zum Plaudern hier und so ging es wieder ins Wasser. Nach der Theorie des Ankantens und Kurvenfahrens machten wir dann eine erste Seequerung, wobei mit der Distanz bei Eschenz nicht wirklich von einer Seequerung gesprochen werden kann. Aber natürlich ging das dank Ernst auch nicht einfach so über die Bühne, nein er wollte unbedingt wissen, ob die Wassertemperatur in der Mitte etwa gleich war. Nur hier konnte er nicht stehen und das Ufer war doch zu weit weg, um das Boot schwimmend dorthin zu bringen. Also blieb Andy nur eines übrig, er musste mal kurz zeigen, wie eine Seerettung vor sich geht. Nach kurzer Zeit sass Ernst also wieder im Boot und wir fuhren weiter. So machten wir einen kleinen Rundkurs bis nach Mammern und zurück. Dabei blieben weitere Zwischenfälle aus, da Ernst sich nun ernsthaft bemühte, nicht anzukanten dass er im Wasser lag. Der Vorteil für Ihn lag allerdings darin, dass er nun genau weiss, wie man nach dem Kentern aus dem Kajak aussteigt.

Am Abend wurde das Feuer wieder in Betrieb gesetzt und wir assen zusammen zu Abend. Dann wurde es richtig gemütlich, obwohl uns drei Frauen verliessen. Wir setzten uns bis gegen 22:30 Uhr ums Feuer und genossen den Abend zusammen, bevor wir uns dann im Klubhaus zur Ruhe hinlegten.

Am Sonntag standen ab etwa 8 Uhr einer nach dem andern wieder auf und auch der Tag versprach wieder schön zu werden. Wir konnten draussen Frühstücken und die drei Frauen kamen kurz nach 9 Uhr auch wieder an. Wir freuten uns ob dem schönen Morgen auf unseren Trip, den Rhein runter nach Schaffhausen, wie wir das am Abend vorher entschieden hatten. Aber zuerst galt es, die Kleider und das Mittagessen zu verpacken und im Boot zu verstauen. Dann noch das Haus reinigen und alle Tische und Stühle wegräumen und schliesslich waren wir startbereit.

Wir paddelten aus dem See in den Rhein und unterwegs machte uns Andy immer wieder auf die Regeln aufmerksam, die wir gelernt haben und wir mussten auch die gelernten Techniken einsetzen. Bei der Brücke zur Insel Werd bei Stein am Rhein ging es darum, um die Brückenpfeiler Slalom zu fahren (Kanttechnik, Rudereinsatz) bei der nächsten Brücke wurde das Ausnützen von Kehrwasser geübt (Paddeltechnik) und so kamen wir schlussendlich bei der Badi an, wo wir unser Mittagessen genossen. An dieser Stelle gab es eine Welle, die den Rhein hochlief, wenn ein Kursschiff vorbei fuhr. Andy war ganz wild darauf, in die Welle zu gehen, aber leider musste er feststellen, dass die Welle nur entstand, wenn das Kursschiff den Rhein hoch fuhr, die beiden Schiffe die runterfuhren haben sie jedenfalls nicht ausgelöst. Dann fuhren wir weiter dem Ziel in Schaffhausen entgegen. In der Zwischenzeit hatte sich auch die Sonne verzogen und es kam Wind auf. Wir hatten unser Gepäck in Erwartung von Rückenwind vorne im Boot, aber nun gab es Seiten- und Front-Wind, sodass es, je näher wir Schaffhausen kamen, je schwieriger wurde, das Kajak auf Kurs zu halten. Allen ging es mehr oder weniger gleich und so waren wir doch sehr abgekämpft als wir beim Bootshaus in Schaffhausen endlich aus dem Kajak steigen konnten.

Nachdem wir die Boote gereinigt und verstaut hatten, konnten wir mit wundervollen Eindrücken und sehr müde nach Hause und die meisten sind wohl bald in einen tiefen Schlaf gefallen und haben vielleicht die ganze Tour nochmals gemacht – diesmal im Traum.

Ich möchte im Namen aller einen grossen Dank an Andy und Dora aussprechen die uns mit viel Engagement in die Seekajak-Technik eingeführt haben.

Ernst Siegenthaler



und hier die Bilder...

       
       
       




Letzte Aktualisierung:
9.April.2018, 10:30 Uhr


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