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Kanu Einsteigerkurs für Erwachsene 2009



 

Erster Kursabend „Boote, Schwimmweste usw. fassen“

Nun war es soweit. Der erste Kursabend stand vor der Tür. Konnte ich die Erwartungen erfüllen, war ich zu alt oder unsportlich für diesen Versuch? Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf. Aber wie die Jungen sagen: "Nimm es easy, es wird schon klappen"! Beim meinem Eintreffen beim Bootshaus konnte ich ein motiviertes Leiterteam und lässige Kursteilnehmer kennen lernen. Ich fühlte mich sofort wohl. Nun galt es ernst. Mir wurde das Kanu zugeteilt, welches mir auf Anhieb sympathisch war. Seine Grösse versprach mir Sicherheit. Beim Anprobieren der Spritzdecke und der Schwimmweste konnte ich das erste Mal ins Kanu steigen. In Gedanken befand ich mich schon auf dem Wasser.

Hallenbad:
Voller Vorfreude sehnte ich diesem Abend im Hallenbad entgegen. Trotz meinen Befürchtungen, konnte ich einen in der Grösse passenden Shorty (< XL) beziehen. Nach kurzer Theorie galt es, das Aussteigen aus dem Kanu unter Wasser zu üben. Die für mich ungewohnte Technik gelang mir aber ohne Probleme. Sonst wäre, gemäss Angaben vom Leiterteam, leider der Kurs für mich schon zu Ende gewesen. Nun stand dem Einsatz auf dem wilden Wasser nichts mehr entgegen...

Thomas, der der mit dem grossen gelben Pyranha paddelte


Eschenz (See)

Der See liegt ruhig vor uns. Noch ist das Wasser kühl aber die wärmende Frühlingssonne schafft angenehme Temperaturen. Heute gilt es ernst. Alle Kursteilnehmer/innen sind vorschriftsgemäss ausgerüstet, haben ihre Spritzdecken montiert und gleiten dann in ihren Booten ins Wasser. Mehr oder weniger wackelig paddeln wir hinaus. Mit Hilfe gezielter Übungen erlernen wir schnell die grundlegenden Techniken. So steuern wir beispielsweise blind ein Ziel an, selbst für Monika eine Herausforderung.

Die Mittagspause mit Grilladen, Kaffee und feinem Kuchen kommt eben recht für die müden Arme der Anfänger/innen. Am Nachmittag bringt uns ein Wasserrugby wieder in Bewegung – vor allem Dani legt sich mächtig ins Paddel. Eine besondere Mutprobe ist das Balancieren über die Kajak-Brücke. Wer schafft es nach einem Sturz ins Wasser, sich rittlings wieder ins Boot zu hieven? Wie auch immer, alle kommen wohlbehalten an Land. Der 1. Kanutag war ein tolles Erlebnis!

Bruno und Annelies


Stein bis Rheinwiese... jetzt gilt es ernst...

Abgemacht, wir treffen uns zur ersten längeren Paddelabfahrt auf dem Rhein. Wir freuen uns auf die Strecke von Stein am Rhein bis zur Rheinwiese.Um 8 Uhr in der Früh, ausgeruht und mit grosser Vorfreude auf unser Vorhaben, den Schlaf noch in den Augen, treffen wir uns beim Bootshaus. Schnell wird das Material gepackt, die Boote aufgeladen und die TeilnehmerInnen auf die Autos aufgeteilt. Nach kurzer Fahrt erreichen wir schon bald Stein. Eine erste Panne? Wo sind die Boote, wo? Nein, keine Angst – die Boote stehen beim Hafen schon fast zum Einsteigen bereit, müssen nur noch für den perfekten Wasserstart platziert werden.

Plitsch, platsch, plitsch, platsch... Sanft rutscht ein Boot nach dem andern ins Wasser. Die Temperatur scheint heute ideal, der Wetterbericht durchzogen. Später könnte uns ein Regenguss überraschen. Wir werden sehen – und ausserdem wissen wir nun, wenn’s regnet, so tauchen wir einfach unter, damit wir nicht nass werden ;-).

Mit viel Elan fahren wir die verschiedenen Kehrwasser an, umschiffen die Wiffen, weichen den Kursschiffen aus, konzentrieren uns auf das Balance-Halten, versuchen Alles anzuwenden, was wir bisher gelernt haben. Das ist eine ganze Menge, stelle ich fest. Und schlimmer noch – wir legen uns mit dem starken Gegenwind an. Keine Zeit für Spässe, ich paddle, was das Zeug hält. Das ist ein wahrer Chr(K)ampf! Und doch, die wunderbare Stimmung auf und rund ums Wasser motiviert mich enorm. Graue und weisse Wolken türmen sich kunstvoll auf und lassen ab und zu blauen Himmel und die Sonne durchscheinen. Da eine Entenfamilie auf ihrem Sonntagsausflug, hier ein tauchender Schwan und dort drüben nervöse Blässhühner, die (natürlich locker im Becken!) versuchen, den grossen Schiffswellen Stand zu halten. - Endlich geschafft! - Wir gelangen zur Rheinwiese, wo uns ein bereits brennendes Feuer erwartet. Da gibt es wahrhaftig Optimisten, welche bei so schlechter Wettervorhersage tatsächlich ein Würstli mitgebracht haben. Und, es regnet immer noch nicht, sie hatten also Recht. Wir lassen unsere Ruderpartie beim gemütlichen Zusammensein ausklingen, als ein paar Unentwegte beschliessen, den Rheinabschnitt zwischen Rheinwiese und Salzstadel auch noch unters Paddel zu nehmen. „Viel Glück „, denk ich mir dabei. Meine Kräfte würden dies nicht mehr erlauben, ich bin vom Kampf gegen den Wind und die Wellen erledigt. Doch auch wir Andern finden den Weg per Auto mit Anhänger und gut geladenen Booten zurück zum Abfahrtort von heute Morgen.

Abladen, verräumen, duschen; schnell geht alles. Wir bekommen von Monika noch ein paar Zeilen aus dem Kajakbuch vorgelesen – jetzt wüsste also auch ich vielleicht noch besser, wie ich gegen den Wind paddeln müsste?!?... Ich hatte mir doch gedacht, Paddeln sei eine gemütliche Sache! Spass beiseite, auch wenn das Paddeln gegen den Wind einige zusätzliche Leibesmüh abverlangt hat, so hat es doch, wie jedes Mal, riesig Spass gemacht. Und jetzt, sehr müde aber überglücklich, nach Hause und ab in die Heia! Nein – da wartet doch noch der Final in Roland Garos... und den will ich à tout prix nicht verpassen...

Claire


Wildwasserkanal in Hüningen (28.6.2009)

Nach einer kurzweiligen Fahrt am frühen Sonntag Morgen, fanden wir uns bald im Gelände des Wildwasserkanals Hüningen bei Basel ein.

Spätestens bei der Besichtigung des oberen Teils der Strecke wurden auch die letzten müden Geister wachgerüttelt, denn sowas haben wir bisher noch nicht gesehen. Dem einen oder anderen wurde es beim Gedanken an die Abfahrten schon jetzt etwas bange. Nach Anmeldung, Materialabladung und Vorbereitung ging es dann sogleich aufs Wasser. Wir paddelten uns vom Auslauf des Kanals her soweit es ging hoch, bis wir entweder zurückgespült wurden oder das Kajak kenterte. Das ging immer besser, sodass schon bald die erste Gruppe den Einstieg des Kanals in Angriff nahm. Wacker paddelten wir unter Anleitung der erfahrenen Leitern durch Wellen, Walzen und Kehrwasser. Alle kamen wir unten am Kanal an; im, neben oder zumindest in der Nähe des Kajaks.

Nach der Mittagspause entschieden sich die einen zur Ruhe, während es die andere Hälfte der Teilnehmer nochmals aufs Wasser wagten. Das Paddeln wurde anstrengender, doch der Spass blieb ungebrochen. Nach weiteren zwei Stunden luden wir die Autos und fuhren müde, aber glücklich über das bestandene Abenteuer zurück nach Hause. Hüningen, wir kommen wieder!

Nicole und Thomas



Letzte Aktualisierung:
1.Okt.2018, 10:00 Uhr


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